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RSSPrint

Substanzerhaltungsrücklage (SER)

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Was ist die SER?

Die SER ist eine Pflichtrücklage nach § 72 Abs. 1 HKVG.

Was geschieht mit den vorhandenen Baurücklagen?

Im Rahmen der Umstellung auf die Sollbuchführung erfolgte bereits eine Umstellung auf die neue Haushaltssystematik. In diesem Zusammenhang wurde empfohlen, die vorhandene Baurücklage zur SER umzuwandeln, wobei ein Teil der Mittel für Instandhaltungen oder Neubauten erhalten bleiben können.

Für Teile des mobilen Sachanlagevermögens muss ebenfalls eine SER gebildet werden. Hierfür können bereits vorhandene Inventarrücklagen genutzt werden.

Wofür muss die SER gebildet werden?

Für Vermögensgegenstände, die keinem Werteverzehr unterliegen, die also nicht abgeschrieben werden, muss grundsätzlich keine SER gebildet werden. Das sind zum Beispiel Grundstücke. Eine SER muss aber für Gebäude und Anlagen, selbständige Gebäudebestandteile, Gegenstände des mobilen Sachanlagevermögens und immaterielle Vermögensgegenstände gebildet werden. Das sind die dauerhaft genutzten Vermögensgegenstände, die einem Werteverzehr unterliegen. Das ist notwendig, um diese Vermögensgegenstände nach ihrer Nutzungsdauer, bei Gebäuden auch in ihrer Nutzungsdauer zu erneuern oder zu ersetzen.

Für liturgische Gegenstände und Kunstwerke, die mit einem Erinnerungswert von 1 € bewertet werden, muss keine Zuführung zur SER erfolgen. Für Glocken, Orgeln und Musikinstrumente ist die Bildung einer SER nicht verpflichtend vorgeschrieben.

Inventur

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Was genau ist die Inventurleitung?

Das jeweilige Leitungsorgan beauftragt eine Person mit der Inventurleitung, die sach- und fachkundig sein sollte. Die mit der Inventurleitung beauftragte Person ist für die Koordinierung, Überwachung und Kontrolle der Inventur zuständig. Es wird empfohlen, die Inventurleitung auf der Ebene des Kirchenkreises zu bestimmen, z.B. ein Mitglied des Haushalts- oder Bauausschusses für diese Aufgabe zu gewinnen und das zuständige Kirchliche Verwaltungsamt (KVA) zu beteiligen. In großen Kirchenkreisen kann es notwendig sein, darüber hinaus auf regionaler Ebene Inventurverantwortliche einzusetzen, die für die Kirchengemeinden und Einrichtungen in ihrer Region den ordnungsgemäßen Ablauf der Inventur sicherstellen.

Welche Aufgaben hat der Bewertungsbeauftragte?

Bewertungsbeauftragte haben bei der Inventur die Aufgabe, die Erfassungslisten und ihre Bewertungsergebnisse auf Plausibilität zu prüfen, ggf. zu ergänzen und die Werte in KFM mit Hilfe des Inventarimporters einzugeben. Es wird empfohlen, die mit der Anlagenbuchhaltung befassten Personen im KVA als Bewertungsbeauftragte zu benennen, da dann Prüfung und Eingabe der Inventurlisten durch eine Person wahrgenommen wird. Damit fällt sie mit der Zuständigkeit für die Buchinventur der Finanzanlagen und Verbindlichkeiten zusammen.

Was beinhaltet ein Inventurrahmenplan?

Es wird empfohlen, dass die Inventurleitung einen Inventurrahmenplan als Sach-, Personal-und Zeitplan aufstellt. Darin sollte festgelegt werden:

- wer Inventurverantwortliche und Bewertungsbeauftragte sind sowie wer das Aufnahmeteam bildet,

- wer welche Bereiche aufnimmt (Einteilung in Inventurfelder, z.B. Friedhof, Kita und die Prüfung, ob die Bereiche vollständig sind),

- wie die körperliche Bestandsaufnahme oder eine Buchinventur erfolgt und wer für welche Aufnahmeart zuständig ist sowie

- in welchem Zeitraum die Inventur erfolgt.

Letzte Änderung am: 05.04.2016